2023 – ongoing
Das Projekt Franconia Fantastica beschäftigt sich mit Beobachtungen aus dem fränkischen Alltag. Im Mittelpunkt stehen Menschen, Orte und Situationen, die typisch für die Region wirken – ohne dabei folkloristisch oder nostalgisch sein zu wollen. Die Arbeit nähert sich dem ländlichen Raum aus einer persönlichen Perspektive und untersucht Unterschiede zwischen Stadt und Land, Nähe und Distanz sowie verschiedene Lebensrealitäten innerhalb derselben Region.
Die Bilder entstehen aus dem Moment heraus und dokumentieren Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Alltag: auf Dorffesten, in Jugendzimmern, bei Feuerwehrfesten oder in stillen Situationen dazwischen. Es geht um Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Zukunft – darum, wer bleibt, wer geht und wie junge Menschen ihren Platz zwischen Gemeinschaft, Unsicherheit und Erwachsenwerden finden.
Viele der Fotografien entstanden während der Arbeit bei einer Lokalzeitung. Die Kamera wurde dabei oft gleichzeitig als Fremdkörper und als Teil der Umgebung wahrgenommen. Franconia Fantastica versteht sich nicht als vollständiges Porträt einer Generation, sondern als subjektive und fragmentarische Annäherung an einen Raum, der selten im Mittelpunkt steht, obwohl dort unzählige individuelle Geschichten stattfinden.















